Mariä Lichtmess
Am 2. Februar feiern wir das Fest „Darstellung des Herrn“, bekannter unter dem Namen „Mariä Lichtmess“. Es ist ein Christus-Fest im Gedenken an Simeon und Hannah, die im Tempel in dem kleinen Kind den Messias erkannten.
Manche erinnern sich vielleicht, dass früher (bis 1970) die Weihnachtszeit erst an diesem Tag endete. Das Brauchtum kennt auch Lichterprozessionen und die Segnung aller Kerzen, die das Jahr über in der Kirche gebraucht werden. Und nicht zuletzt wird an Lichtmess traditionell der Blasiussegen erteilt, wohl wegen der zeitlichen Nähe zum Gedenktag des Hl. Blasius am 3. Februar.
Mir gefällt der Brauch der Kerzensegnung. Kerzen, die in dieser dunklen Zeit die Kraft haben, Licht zu spenden und auch ein wenig Wärme. Immer wieder zünden Kirchen-besucher mit einer Hoffnung im Herzen Kerzen an für einen Menschen oder für ein bestimmtes Anliegen und finden so in der leuchtenden Flamme einen sichtbaren Aus-druck des Betens. Kerzen leuchten zur Taufe, bei der Erstkommunion, zur Hoch-zeit und zu allen gottesdienstlichen Feiern.
Die brennende Kerze erinnert uns an Christus, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh. 8,12). Und wie nötig braucht unsere Welt das Licht, das Hoffnungslicht, das Friedenslicht!
Kürzlich sagte mir jemand den Satz: „Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen“. In diesem Sinn: Zünden wir Kerzen an, damit es in unserem Umfeld ein wenig heller und wärmer wird. Und vertrauen wir beim Anblick der Kerze: Christus ist unser Licht – auch und gerade in allen Dunkelheiten unseres Lebens!
Sabine Pechatschek


